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Genradler kontra Wirtschaftsbeirat

 

Das Jahr 2007
Am 7. Februar fand anläßlich der Biolandwoche im Kloster Plankstetten eine Diskussionsveranstaltung mit Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer statt. Da mußte ich hin! Hier bekam ich eine für die Zukunft wegweisende Erkenntnis.
Im Jahre 2003 gab Seehofer in einem Interview in frontal 21 zu, daß er bezüglich der Arzneimittelreform vor einer zu starken Pharmalobby eingeknickt ist.
In Plankstetten antwortete er auf die Frage, wie es sich mit der Diskrepanz zwischen der EU-Komission und der EFSA, der europäischen Zulassungsbehörde für genmanipulierte Pflanzen und Lebensmittel, verhält.
Die EU-Komission hatte bei ihrer Rechtfertigung wegen des de facto Moratoriums vor der WTO gravierende Wissenslücken vorgebracht, und damit auf Risiken für die Menschheit und die Natur hingewiesen. Bei einer nicht erreichten Zweidrittelmehrheit im EU-Parlament gilt die Entscheidung der EFSA. Seehofer erklärte, daß die europäischen Politikern mit den Entscheidungen dieser Behörde nicht einverstanden sind. Außerdem sagte er: "Sie müssen sich das so vorstellen, das ist so wie bei der Arzneimittelreform, da hatte die Industrie auch schon alles fertig auf den Tisch gelegt." Er gab also zu, daß die PolitikerInnen nur das entscheiden dürfen, was ihnen die Großen der Wirtschaft diktieren, daß sie also lediglich Marionetten sind!






Anläßlich der Eröffnung der Bayreuther Festspiele findet am Abend dieses Tages ein Staatsempfang im Neuen Schloß statt. Hier dachte ich, könnte ich viele Politiker mit Rang und Namen durch meine Botschaft erreichen. Ich stellte mich mit meinen Holztafeln von der Berlin-Radtour so, daß die abfahrenden Limousinen diese anleuchteten. Zuvor hatte ich aber zweimal "Kämpfe" mit Polizisten auszutragen. Diese wollten mich sogar durch Gewaltanwendung daran hindern. Ich ließ mich aber nicht von meinem Recht auf freie Meinungsäußerung durch Wort, Bild und Schrift, die mir nach Art. 5 GG gewährleistet wird, abhalten. Die Polizisten mußten immer, bevor sie mich gewähren ließen, bei ihrem Vorgesetzten nachfragen.
                      2008