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Der Genradler 

 

Demonstrationsradtour gegen Agrogentechnik vom 09.10.- 14.10. 2006

 

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Ich möchte dazu beitragen, daß kaum noch jemand sagen kann:"Das habe ich nicht gewußt!"

Nur Wissen schafft Bewußtsein!

Der Umwelttag 2006 verlief in Bayreuth für die Akteure sehr deprimierend. Desinteresse der Bevölkerung auf der ganzen Linie. Vielleicht lag es nur an der Hitze? Obwohl ca. 80% der Bevölkerung die Gentech - Pflanzen nicht in der Natur sehen und die Gentech – Produkte nicht auf dem Teller haben wollen, wehrt sich nur ein harter Kern öffentlich dagegen. Wahrscheinlich ist die Unkenntnis der Tragweite der Gefahren für die Menschheit und die Natur die Hauptursache. In mir reifte da der Gedanke, etwas Außergewöhnliches dagegen tun zu müssen, denn auf spektakuläre Dinge reagiert die Bevölkerung am ehesten.
Ich habe die Verpflichtung, die Phantomrisiken der Gentechnik von meinen Kindern, aber auch überhaupt von den nachfolgenden Generationen, fernzuhalten! Ich werde das zu einem Fahrradanhänger umgebaute Milchkannentransportwägelchen mit den darauf gespannten Schrifttafeln von Bayreuth nach Berlin bis vor das Brandenburger Tor ziehen, beschloß ich. Wochenlanges Telefonieren mit Umwelt- und Anbauverbänden war nötig, um die Fahrtstrecke festzulegen.
An dieser Stelle möchte ich nochmals sehr herzlich den Ökolandwirten und allen anderen Personen danken, welche mich bei sich übernachten ließen und für das leibliche Wohl gesorgt haben oder die Öffentlichkeitsarbeit organisiert haben, denn wichtig war, daß die Leute am nächsten Tag in der Zeitung ausführlich erfahren konnten, warum ich dieses seltsame Gefährt durch die Lande zog. Aber leider klappte nicht alles, wie von mir aus der Ferne geplant. Mancher glaubte nicht an die Ernsthaftigkeit meines Unternehmens, und auch unter den Engagierten gab es noch zu viele, die den Politikern vertrauen. Hoffentlich sind diesen jetzt endlich die Augen geöffnet worden, da bei Entscheidungen der Ministerien Unterschriftenlisten, Briefe von Bürgern usw. einfach ignoriert werden. Der Souverän ist nur ein Papiertiger, seine Meinung zählt nicht!

Täuschung durch die „Christlichen“!

Wenn die Vertreter der politischen Klasse die Bürger nicht mehr überzeugen können, dann verwirren sie. Mit ihren Täuschungen haben sie die politische Bildung des Volkes voll im Griff. Eine der größten Täuschungen ist das „C“ im Namen der sogenannten christlichen Parteien. Der bayrische Ministerpräsident Stoiber äußerte nach dem schrecklichen 11. September 2001, man müsse die christlichen Werte des Abendlandes notfalls mit Waffen verteidigen. Weiß er überhaupt, was wirkliche christliche Werte sind? Einer der höchsten christlichen Werte ist die Bewahrung der Schöpfung. Dazu braucht man keine Soldaten und keine Waffen, nur etwas, was der Mensch behauptet zu besitzen, die Vernunft! Aber die sogenannten Christlichen Merkel, Stoiber, Seehofer usw. wollen besser sein als der Schöpfer und unterstützen die Zauberlehrlinge in der Gentechnikindustrie bei der Schaffung neuer Arten! Wahrscheinlich haben sie alle, auch die Pfarrerstochter Merkel, im Religionsunterricht nur bei der Geschichte „der Tanz um das goldene Kalb“ aufmerksam zugehört. Ein wahrer Christ versucht nicht, größer und besser als der Schöpfer zu sein!
Wir müssen diesen Leuten entschiedener zeigen, daß wir es nicht zulassen, daß aus Profitgründen etwas getan wird, was die Natur zerstört und unsere Gesundheit gefährdet, dazu noch völlig überflüssig ist, weil es keine vernünftigen Gründe dafür gibt!

Gentechnik und Demokratie