Der
Umwelttag 2006 verlief in Bayreuth für die Akteure sehr deprimierend. Desinteresse
der Bevölkerung auf der ganzen Linie. Vielleicht
lag es nur an der Hitze? Obwohl ca. 80% der Bevölkerung
die Gentech - Pflanzen nicht in der Natur sehen
und die Gentech – Produkte nicht auf dem Teller
haben wollen, wehrt sich nur ein harter Kern öffentlich
dagegen. Wahrscheinlich ist die Unkenntnis der
Tragweite der Gefahren für die Menschheit
und die Natur die Hauptursache. In mir reifte da
der Gedanke, etwas Außergewöhnliches
dagegen tun zu müssen, denn auf spektakuläre
Dinge reagiert die Bevölkerung am ehesten.
Ich habe die Verpflichtung, die Phantomrisiken
der Gentechnik von meinen Kindern, aber auch überhaupt
von den nachfolgenden Generationen, fernzuhalten!
Ich werde das zu einem Fahrradanhänger umgebaute
Milchkannentransportwägelchen mit den darauf
gespannten Schrifttafeln von Bayreuth nach Berlin
bis vor das Brandenburger Tor ziehen, beschloß ich.
Wochenlanges Telefonieren mit Umwelt- und Anbauverbänden
war nötig, um die Fahrtstrecke festzulegen.
An dieser Stelle möchte ich nochmals sehr
herzlich den Ökolandwirten und allen anderen
Personen danken, welche mich bei sich übernachten
ließen und für das leibliche Wohl gesorgt
haben oder die Öffentlichkeitsarbeit organisiert
haben, denn wichtig war, daß die Leute am
nächsten Tag in der Zeitung ausführlich
erfahren konnten, warum ich dieses seltsame Gefährt
durch die Lande zog. Aber leider klappte nicht
alles, wie von mir aus der Ferne geplant. Mancher
glaubte nicht an die Ernsthaftigkeit meines Unternehmens,
und auch unter den Engagierten gab es noch zu viele,
die den Politikern vertrauen. Hoffentlich sind
diesen jetzt endlich die Augen geöffnet worden,
da bei Entscheidungen der Ministerien Unterschriftenlisten,
Briefe von Bürgern usw. einfach ignoriert
werden. Der Souverän ist nur ein Papiertiger,
seine Meinung zählt nicht!
Täuschung
durch die „Christlichen“!
Wenn
die Vertreter der politischen Klasse die Bürger
nicht mehr überzeugen können, dann verwirren
sie. Mit ihren Täuschungen haben sie die politische
Bildung des Volkes voll im Griff. Eine der größten
Täuschungen ist das „C“ im Namen der sogenannten
christlichen Parteien. Der bayrische Ministerpräsident
Stoiber äußerte nach dem schrecklichen
11. September 2001, man müsse die christlichen
Werte des Abendlandes notfalls mit Waffen verteidigen.
Weiß er überhaupt, was wirkliche christliche
Werte sind? Einer der höchsten christlichen
Werte ist die Bewahrung der Schöpfung. Dazu
braucht man keine Soldaten und keine Waffen, nur
etwas, was der Mensch behauptet zu besitzen, die
Vernunft! Aber die sogenannten Christlichen Merkel,
Stoiber, Seehofer usw. wollen besser sein als der
Schöpfer und unterstützen die Zauberlehrlinge
in der Gentechnikindustrie bei der Schaffung neuer
Arten! Wahrscheinlich haben sie alle, auch die
Pfarrerstochter Merkel, im Religionsunterricht
nur bei der Geschichte „der Tanz um das goldene
Kalb“ aufmerksam zugehört. Ein wahrer Christ
versucht nicht, größer und besser als
der Schöpfer zu sein!
Wir müssen diesen Leuten entschiedener zeigen,
daß wir es nicht zulassen, daß aus
Profitgründen etwas getan wird, was die Natur
zerstört und unsere Gesundheit gefährdet,
dazu noch völlig überflüssig ist,
weil es keine vernünftigen Gründe dafür
gibt!
Gentechnik und Demokratie